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Raumluftfilter: Infos zu Arten, Funktionsweise & Einsatz

Raumluftreiniger sind sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich eine ideale Möglichkeit, die Raumluft von Schadstoffen zu befreien. In den meisten Luftfiltern ist dabei ein hochwertiger Hepa Filter verbaut. Dabei werden ein Großteil der Schadstoffe herausgefiltert. Allergiker profitieren also besonders von dieser Art der Luftreinigung.

Es gibt aber noch andere Raumluftreiniger, wie Ionisatoren oder Modelle mit Aktivkohlefilter. Lesen Sie im Folgenden Hintergründe zu Raumluftfiltern, welche Arten es gibt, wie sie funktionieren und was es zu beachten gibt.

Aufbau Hepa Raumluftfilter | Quelle: Wikipedia / LadyofHats

Hintergründe über Raumluftfilter

Wenn von Raumluftfiltern die Rede ist, dann versteht man in aller Regel einen Hepa Filter darunter – daher beziehen wir uns im Folgenden auf diese Filterart. Es gibt aber noch weitere Filterarten.

Arten von Raumluftfiltern

  • Hepa Raumluftfilter sind die wohl gängigsten Filter in Luftreinigern. HEPA steht für High Efficient Particulate Air (Filter). Hepa Filter wurden ursprünglich für die Raumfahrt und die Medizin entwickelt. Da sie aber so effektiv sind und die Raumluft von Schadstoffen befreien können, werden sie mittlerweile auch in Luftreinigern für den Privatgebrauch eingesetzt.
  • Aktivkohle Raumluftfilter bestehen aus mehreren Schichten von Aktivkohlematten. Allerdings können sie Schadstoffe nur bis zu dem Punkt aufnehmen, an dem die Kohle gesättigt ist. Danach sollten sie unbedingt ausgewechselt werden, da sonst sogar gesundheitliche Schäden drohen. Meist werden Aktivkohlefilter in Kombination mit Hepa Filtern verbaut.
  • Eine weitere Filterarten ist der Wasserfilter. Hierbei wird die Luft in Wasser „gewaschen“.

Funktionsweise

Die Funktionsweise eines Hepa Raumluftfilters ist schnell erklärt:

  • Damit die Raumluft überhaupt erst in den Hepa Filter gelangt, ist jeder Luftreiniger mit einem Ventilator ausgestattet. Er sorgt dafür, dass die Luft in den Filter gelangt und letztendlich gesäubert auch wieder an den Raum abgegeben wird.
  • Den Raumluftfilter selbst kann man sich als engmaschige Matte vorstellen, die kleine Partikel auffängt.
  • Die meisten Modelle verfügen über einen Vorfilter, in dem zunächst eine grobe Filterung erfolgt.
  • Häufig ist im Luftreiniger zudem ein Aktivkohlefilter zur Beseitigung unangenehmer Gerüche verbaut.

Aufbau

  • Ein Hepa Raumluftfilter besteht aus einer Vielzahl an synthetischen Fasern, Zellulose und Glasfasern.
  • Teilweise sind bis zu 1.000 Schichten übereinander gelagert.
  • Der High Efficiency-Particulate Airfilter zählt zu den sogenannten Schwebstofffiltern und wird aufgrund seiner hervorragenden Filtereigenschaften auch im gewerblichen Bereich, etwa in Krankenhäusern, gerne eingesetzt.
  • Aber auch unter Hepa Filtern gibt es Unterschiede. So gibt es beispielsweise Spezialfilter (H13 oder H14), die bei Luftreinigern gegen Corona verbaut sind.

Vorteile

  • Kosten: Ein Hepa Raumluftfilter ist bereits recht preisgünstig erhältlich und weitgehende frei von Funktionsproblemen.
  • Filterwirkung: Dennoch überzeugt er mit einer hervorragenden Filterleistung und ist damit bestens für Allergiker geeignet.
  • Ein weiterer Vorteil dieser Filterart ist, dass er komplett frei von Ozon ist. Das Auswechseln eines Hepa Filters ist auch von Laien einfach zu bewerkstelligen.

Nachteile

Nachteilhaft ist bei allen Raumluftfiltern, dass sie in regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen – sonst verlieren sie ihre Filterwirkung. Der Ersatzfilter für kleine Luftreiniger kostet je nach Marke etwa 20 Euro.

Auch die ökologische Belastung durch die nicht mehr genutzten Filter stellt ein Nachteil dar.

Reinigungsleistung

Damit der Hepa Raumluftfilter seine außergewöhnlich hohe Filterleistung erreichen kann, nutzt er folgende Effekte:

  • den Siebeffekt
  • den Trägheitseffekt
  • den Sperreffekt
  • den Diffusionseffekt

Aufgrund dieser verschiedenen Effekte gelingt es dem Hepa Filter, Schmutz- und Staubpartikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometern zu filtern. Dies variiert aber von Hersteller zu Hersteller, daher gilt es auf die Artikelbeschreibung zu achten.

Anders ausgedrückt: Moderne Luftreiniger absorbieren durchschnittlich 99,5 Prozent aller in der Raumluft befindlichen Schadstoffe. Allerdings hat er auch Grenzen: Aerosole sind beispielsweise oft zu klein, um vom Filter erfasst zu werden.

Wirksamkeit gegen Schadstoffe

In guten Luftreinigern sind modernste Raumluftfilter verbaut, denn sie können Ihre Raumluft von folgenden schädlichen Stoffen befreien:

Alternativen zu Raumluftfiltern

Um ein komplettes Bild zu zeichnen, möchten wir im Folgenden noch Alternativen zu den genannten Raumluftfiltern aufzeigen.

Ionisatoren

Ionisatoren verbreiten Ionen in der Luft und reichern damit Schwebestoffe mit elektrisch geladenen Teilchen an. Damit werden diese schwerer und sinken zu Boden bzw. werden vom Ionisator angezogen und bleiben haften.

Bei Ionisatoren haben einige Anwender Angst vor dem enthaltenen Ozon. Diese Sorge ist solange unbegründet, solange sie nicht gegen Zigarettenrauch eingesetzt werden. Allerdings ist die Konzentration so gering, dass Sie keine gesundheitlichen Risiken befürchten müssen (außer bei Asthmatikern ist Vorsicht zu genießen). Stattdessen wirkt das Ozon antibakteriell und tötet eine Vielzahl von Viren ab.

Ionisatoren reinigen die Luft nicht, es gibt keinen Raumluftfilter. Sie sorgen über die beschrieben Weise für eine Luftreinigung.

Kombimodelle

Sogenannte Kombimodelle sind die beliebteste Form des Luftreinigers. Sie enthalten sowohl einen Hepa Raumluftfilter als auch einen Aktivkohlefilter. Sie sorgen für eine Filterung der Schadstoffe und gleichzeitig für eine Neutralisierung unangenehmer Gerüche. Weiterhin gibt es aber auch sinnvolle Kombigeräte, die mehrere Funktionen in einem Gerät vereinen. Hierzu zählen:

  • Luftreiniger mit Ventilator
  • Luftreiniger mit Luftentfeuchter
  • Luftreiniger mit Luftbefeuchter
  • Luftreiniger mit Heizung

Philips und Dyson sind nur zwei von vielen Herstellern, die solche Kombigeräte im Produktsortiment haben.

Luftwäscher

Die Alternative für ein gesundes Raumklima
Luftreiniger mit einer Wasserreinigung werden als Luftwäscher bezeichnet.

Mithilfe eines Ventilators wird die Luft angesaugt und von Wasserwalzen in einem Wasserbad gewaschen. Ihr wesentlicher Vorteil ist, dass neben einer Luftreinigung auch eine Luftbefeuchtung stattfindet. Im Gegensatz zu Luftreinigern arbeiten sie bei der Filterung von Schadstoffen aber nicht so effizient. Sie benötigen länger für dasselbe Luftvolumen und schaffen kleinste Partikel eher nicht – das muss aber auch nicht immer notwendig sein. Ihre Arbeitsweise ist leise und es ist kein Filterwechsel notwendig.

FAQ zu Raumluftfiltern

Wie viele Stufen sollte ein guter Luftreiniger haben?

Die meisten im Handel erhältlichen Luftreinigungsgeräte verfügen über mindestens zwei Leistungsstufen, einige wenige sogar über drei oder fünf.

So haben Sie die Möglichkeit, je nach Verschmutzungsgrad die Stufe selbst auszuwählen und so den Stromverbrauch zu beeinflussen. Bestenfalls ist im Luftreiniger zudem ein Timer verbaut.

Wann sollte der Raumluftfilter gewechselt werden?

Spätestens wenn der Luftreiniger nicht mehr effizient arbeitet, ist es an der Zeit, den Hepa Raumluftfilter auszuwechseln. Je nachdem, wie häufig der Luftfilter in Betrieb ist, kann dies bereits nach einem halben Jahr oder auch erst nach einem Jahr nötig sein.

Bei vielen Reinigern gibt es eine Anzeige, die Sie über einen notwendigen Wechsel informiert.


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