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Wie teuer ist der Betrieb von Luftreinigern

Wenn Ihr Euch einen Luftreiniger kauft, werdet Ihr in erster Linie auf den Anschaffungspreis achten und die einzelnen Geräte vermutlich auch hinsichtlich des Preises vergleichen. Langfristig gesehen sollten aber auch die Betriebskosten und Ausgaben für Strom beachtet werden, mehr dazu im Folgenden.

Ein reiner Preisvergleich ist aber nicht sinnvoll, wenn Ihr das Ziel verfolgt, ein möglichst günstiges Gerät zu kaufen. Teilweise können Luftreinigungsgeräte, die vermeintlich preiswert sind, sich später als kostenintensiv entpuppen.

Luftreiniger Kosten

Kosten Luftreiniger

Ihr solltet nämlich nicht vergessen, dass jeder Luftreiniger auch Stromkosten verursacht. Exemplare mit einer hohen Leistungsaufnahme schlagen daher teurer zu Buche als die stromsparenden Varianten.

Zudem müsst Ihr bei vielen Modellen regelmäßig die Filter austauschen, wodurch zusätzliche Betriebskosten entstehen. Im Folgenden erfahrt Ihr, wie teuer der Betrieb der verschiedenen Luftreinigungssysteme im Durchschnitt ist.

Wie viel Strom verbraucht ein Luftreiniger?

Der Stromverbrauch und die damit verbundenen Stromkosten eines Luftreinigers richten sich nach der elektrischen Leistungsaufnahme des Geräts. Diese liegt im Normalfall bei weit unter 100 Watt. Allerdings können sich Unterschiede bei der Leistungsaufnahme trotzdem auf der Stromrechnung bemerkbar machen. Das gilt vor allem dann, wenn Ihr das Luftreinigungsgerät dauerhaft laufen lasst.

Um die durchschnittlichen Gesamtstromkosten im Jahr zu ermitteln, nehmt Ihr einfach die folgende Formel:

Stromkosten im Jahr (in Cent) = Leistungsaufnahme in Kilowatt x Preis pro Kilowattstunde x durchschnittliche Nutzungsdauer am Tag x 365

Die Stromkosten, die ein Luftreiniger verursacht, lassen sich auf einfachem Wege berechnen. Der Strom wird von den Energieversorgern in Kilowattstunden abgerechnet, wobei eine Kilowattstunde etwa 25 bis 28 Cent kostet.

  • Falls Ihr Euch also für einen energiesparenden Luftreiniger entscheidet, der eine Leistungsaufnahme von 20 Watt hat und ihn zwei Stunden am Tag verwendet, zahlt Ihr für den Stromverbrauch bei einem Kilowattstunden-Preis von 28 Cent im Jahr insgesamt 4,88 Euro.
  • Leistungsfähigere Geräte haben oft eine Leistungsaufnahme von 45 Watt und kosten damit im Jahr unter denselben Voraussetzungen schon 9,20 Euro. Der Unterschied ist auf den ersten Blick klein, aber natürlich klettern die Stromkosten entsprechend in die Höhe, je länger Ihr Euren Luftreiniger am Tag verwendet.

Die meisten Luftreiniger, die mit HEPA- und Aktivkohlefiltern arbeiten, haben eine Leistungsaufnahme von maximal 40 Watt. Nur wenige Geräte liegen darüber. Zudem reicht es oftmals, den Luftreiniger drei bis vier Stunden am Tag zu verwenden, sodass sich die jährlichen Stromkosten in der Regel im Rahmen halten. Bei Ionisatoren ist die Leistungsaufnahme ähnlich.

Noch energiesparender und somit preiswerter sind jedoch viele Luftwäscher. Es gibt beispielsweise Geräte, die nur acht bis zehn Watt benötigen und Eure Stromrechnung somit kaum in die Höhe treiben.

Welche Betriebskosten entstehen für die Filterwechsel?

Viele Verbraucher vergessen beim Kauf eines Luftreinigers auch, dass bei den meisten Geräten regelmäßige Filterwechsel erforderlich sind. Je nachdem, wie teuer die Ersatzfilter sind und wie häufig die Filter ausgetauscht werden müssen, entstehen so aufs Jahr hochgerechnet unterschiedlich hohe Betriebskosten für die einzelnen Geräte. Es lohnt sich daher, sich vor dem Kauf genauer mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Luftreiniger mit HEPA-Filter

Ein Luftreiniger, der die Luft mithilfe eines HEPA-Filters reinigt, arbeitet umso weniger effektiv, je stärker sich der Filter zusetzt. Ein regelmäßiger Austausch des Filters bleibt Euch daher nicht erspart. In der Regel steht der Wechsel alle sechs bis zwölf Monate an. Wie lange Ihr den HEPA-Filter tatsächlich verwenden könnt, hängt jedoch nicht nur vom Hersteller ab, sondern auch von der konkreten Partikelbelastung in Eurem Zuhause sowie der täglichen Nutzungsdauer des Luftreinigers. Lest auf jeden Fall die Bedienungsanleitung, um genauere Informationen zu erhalten.

Viele moderne Geräte verfügen über einen Sensor, der aus der Strömungsgeschwindigkeit der Luft berechnen kann, wie stark der Filter bereits verschmutzt sein muss. Solche Luftreiniger zeigen Euch dann automatisch an, wann es Zeit wird, den HEPA-Filter zu ersetzen.

Je nach Hersteller kostet ein neuer HEPA-Filter zwischen 20 und 30 Euro. Wenn Ihr den Filter zweimal jährlich wechseln müsst, entstehen Euch also jährliche Betriebskosten von bis zu 60 Euro.

Aus diesem Grund empfehlen wir Euch, keinen Luftreiniger mit HEPA-Filter zu kaufen, bei dem der Filter häufiger als zweimal im Jahr gewechselt werden muss.

Luftreiniger mit Aktivkohlefilter

Auch bei Geräten, die mit Aktivkohlefilter arbeiten, steht ein regelmäßiger Filterwechsel auf dem Programm. Im Durchschnitt muss dieser Filter alle neun Monate gewechselt werden. Lediglich in Wohnungen, in denen die Pollen- oder Staubbelastung hoch ist oder viel geraucht wird, empfiehlt sich ein halbjährlicher Wechsel.

Aktivkohlefilter schlagen mit fünf bis 25 Euro zu Buche.

Luftwäscher mit Wasserfilter

Da Luftwäscher die einströmende Luft mit Wasser reinigen, kommen sie ohne separaten Filter aus. Der teure Filterwechsel entfällt bei diesen Geräten daher komplett. Stattdessen kümmert Ihr Euch lediglich um die Reinigung des Luftwäschers und spart so bares Geld. Nur das Wasser muss in regelmäßigen Abständen ausgetauscht oder aufgefüllt werden. Das ist im Abstand von zehn bis 14 Tagen notwendig.

Ganz ohne Zubehör funktioniert der Betrieb von Luftwäschern aber meist nicht: Bei vielen Geräten ist es erforderlich, dem Wasser hin und wieder Zusätze wie Entkalker oder spezielle Reinigungsmittel hinzuzugeben. Andernfalls würden sich im Wasser Bakterien und Pilze bilden. Die Kosten für derartige Zusätze unterscheiden sich herstellerbedingt.

Mehr als zehn Euro pro Jahr zahlt Ihr dafür aber im Durchschnitt nicht.

Ionisatoren

Ionisatoren sind besonders wartungsarm: Hier entfällt der Filterwechsel ebenso wie der Kauf von Reinigungsmitteln.

Deshalb entstehen für den Betrieb eines Ionisators keinerlei zusätzliche Betriebskosten, wenn man von den Stromkosten absieht.


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