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Luftreiniger sinnvoll bei diesen Luftverschmutzungen

Eine belastete Raumluft wirkt nicht negativ auf das persönliche Wohlbefinden aus und kann auch zu Gesundheitsproblemen führen. Um die Schadstoffe aus der Luft zu filtern, greifen viele Menschen zu einem Luftreiniger. Das ist auch prinzipiell eine gute Idee, denn bei vielen Luftverschmutzungen können Luftreiniger Abhilfe schaffen. Allerdings sind sie auch keine Wundermittel. Die Gründe für eine schlechte Raumluft sind sehr vielseitig und nicht immer kann ein Luftreiniger die Ursache zu 100 Prozent bekämpfen.

Im folgenden Ratgeber geben wir Euch daher eine Antwort auf die Frage: „Wann sind Luftreiniger sinnvoll und wann helfen sie nicht?“

Luftreiniger sinnvoll gegen Luftverschmutzung

Bei diesen Verschmutzungen können Luftreiniger helfen

Luftreiniger sollen die Schadstoffbelastung in der Raumluft verringern. Allerdings kann ein Luftreiniger keine Wunder vollbringen und hilft nicht gegen jede Art von Belastung. Gegen folgende Schadstoffe sind hochwertige Luftreiniger aber effektiv:

Hausstaub bildet sich in jedem Haushalt auf Möbeln, Polstern und Böden. Er setzt sich aus verschiedenen anorganischen und organischen Bestandteilen zusammen, die beim Einatmen negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen haben können. Ein hohes Aufkommen an Hausstaub erkennt Ihr daran, wenn Ihr schon kurz nach dem Putzen wieder eine Staubschicht auf den Flächen Eurer Einrichtung entdeckt. Dann ist ein Luftreiniger oft eine sinnvolle Investition, weil er die Staubpartikel aus der Luft filtert.

Feinstaub unterscheidet sich von Hausstaub dadurch, dass er viel kleiner ist. Mit dem menschlichen Auge lässt er sich nur schwer erkennen. Oftmals ist er überhaupt nicht wahrnehmbar. Die Feinstaubpartikel sind für Eure Gesundheit noch gefährlicher als Hausstaub, denn weil sie so klein sind, können sie über die Atemwege weit in den Körper vordringen.

  • Feinstaub steht im Verdacht, viele Erkrankungen auszulösen oder zu begünstigen. Dazu gehören Krankheiten der Atemwege, verschiedene Krebsarten und sowie Herz-Kreislauf-Störungen. Es ist schwierig, die Feinstaubkonzentration in Eurem eigenen Zuhause zu messen.
  • Ihr könnt Euch aber beim Umweltbundesamt informieren, wie groß die Feinstaubbelastung in Eurem Heimatort ist. Sofern Ihr in einem Ort mit hoher Belastung wohnt, lohnt sich die Anschaffung eines Luftreinigers, der zumindest Eure Raumluft reiner halten kann.

Ruß entsteht bei sämtlichen Verbrennungsprozessen und besteht zum Großteil aus Kohlenstoff. Die Rußpartikel könnt Ihr als schwarzen Belag auf vielen Flächen in Eurer Wohnung entdecken.

  • Rußpartikel sind teilweise so klein wie Feinstaub, weshalb sie ebenfalls leicht eingeatmet werden können.
  • Aber auch die gute Anhaftungseigenschaft stellt ein Problem dar, weil sich die Partikel daher lange ablagern und nicht so einfach beseitigen lassen. Besonders hoch ist die Rußbelastung in Wohnungen, in denen noch mit alten Kaminen oder Ölheizungen gefeuert wird.
  • Aber auch, wenn Ihr in der Nähe einer stark befahrenen Straße oder eines Industrieunternehmens wohnt, solltet Ihr einen Luftreiniger einsetzen, um die Luftqualität zu verbessern.

Schimmelsporen sind in vielen Haushalten ein Problem. Es handelt sich hierbei um kleine Ansammlungen von Zellen, die vom Schimmelpilz für die Fortpflanzung gebildet werden.

  • Der sichtbare Schimmelpilz gibt diese Schimmelsporen kontinuierlich an die Zimmerluft ab, wo sie sich verteilen. Wenn ausreichend Feuchtigkeit vorhanden ist, führen sie so zu neuem Schimmel an anderen Stellen.
  • Die Schimmelpilzsporen können im menschlichen Organismus gravierende Beschwerden verursachen. Sie führen zu Erkrankungen der unteren und der oberen Atemwege, reizen die Schleimhäute und verursachen Kopfschmerzen, eine übermäßige Erschöpfung sowie Konzentrationsprobleme.

Zigarettenrauch setzt sich aus etwa 4000 chemischen Substanzen zusammen. Ein Großteil davon gilt als krebserregend. Die Rauchpartikel sind fast ebenso klein wie Feinstaub und gelangen mit der Atemluft daher problemlos in den menschlichen Organismus, wo sie viele Probleme nach sich ziehen können. Aber auch der unangenehme Geruch wird als störend empfunden. Er lagert sich auch nach dem Rauchen noch in Teppichen, Vorhängen und Polstern ein, wo er für eine schlechte Raumluft beiträgt. Dem könnt Ihr mit einem Luftreiniger entgegenwirken.

Einige Luftreiniger helfen auch dabei, Viren und Bakterien aus der Raumluft zu entfernen. Diese Geräte werden speziell in Arztpraxen häufig eingesetzt, um zu vermeiden, dass die Patienten einander gegenseitig anstecken. Selbstverständlich könnt Ihr einen Luftreiniger auch in Eurem eigenen Zuhause verwenden, um Keime aus der Luft zu filtern.

Auch bei Allergien können Luftreiniger sinnvoll sein

Allergiker können ebenfalls von der Verwendung eines Luftreinigers profitieren. Das gilt insbesondere für Menschen, die unter einer der folgenden Allergien leiden:

  1. Wer unter einer Pollenallergie leidet, hat mit Beginn der Vegetationsperiode mit den typischen allergischen Symptomen zu kämpfen. Dazu gehören Niesattacken, tränende und juckende Augen sowie Atemnot. Ab diesem Zeitpunkt geben Pflanzen Pollen ab, um sich fortzupflanzen. Diese Pollen gelangen beim Lüften sowie mit der Kleidung und den Schuhen automatisch in die Wohnung und somit auch in die Raumluft, wo sie wiederum zu Beschwerden führen. Diese Pollen können mithilfe eines Luftreinigers aus der Raumluft entfernt werden.
  2. Menschen, die eine Hausstauballergie haben, reagieren eigentlich auf den Kot der Milben allergisch. Die Milben ernähren sich von menschlichen Hautschüppchen und produzieren Ausscheidungen, auf die einige Menschen allergisch sind. Das äußert sich durch asthmatische Anfälle, eine juckende Haut und Rhinitis. Gute Luftreiniger beseitigen den Hausstaubmilbenkot aus der Luft.
  3. Einige Haustierbesitzer leiden unter einer Tierhaarallergie, möchten sich aber dennoch nicht von ihren Vierbeinern trennen. Dann kann ein Luftreiniger Abhilfe schaffen. Jeden Tag verlieren Haustiere einzelne Haare und im Fellwechsel sogar ganze Büschel davon. Allergisch reagiert der Mensch aber nicht auf das Haar, sondern auf den darin enthaltenen Speichel, der ein bestimmtes Protein enthält. Das Protein kann eine Immunreaktion auslösen und zu einer laufenden Nase, Juckreiz, roten Augen und Nießanfällen führen. Ein Luftreiniger filtert Tierhaare zuverlässig aus der Luft und lindert somit die Beschwerden.

Luftreiniger, Luftwäscher & Ionisator: Welches Gerät für welche Einsatzbereiche

Prinzipiell haben Luftreiniger, Luftwäscher und auch Ionisatoren dieselbe Aufgabe: Sie sollen die Luftqualität verbessern und die Schadstoffe aus der Luft filtern. Allerdings eignet sich nicht jedes Gerät für jeden Zweck gleichermaßen gut.

  1. Hier helfen Luftreiniger: Sie beseitigen Grob- und Hausstaub, Feinstaub, Ruß, Schimmel, Pollen, Tierhaare, Zigarettenrauch und Milbenkot zuverlässig aus der Luft. Auch einige Bakterien- und Virenarten lassen sich durch hochwertige Luftreiniger aus der Luft entfernen.
  2. Hier helfen Luftwäscher: Sie sind effektiv gegen Milbenkot, Zigarettenqualm, Tierhaare, Pollen, Schimmel und Hausstaub – allerdings eignen sie sich dafür nicht so gut wie Luftreiniger. Feinstaub und Ruß filtern Luftwäscher nicht komplett aus der Raumluft, während sie gegen Bakterien und Viren gar keine Chance haben.
  3. Hier helfen Ionisatoren: Gegen oben genannte Keime kommen Ionisatoren besser an. Sie kommen allerdings nicht dafür in Frage, Tierhaare aus der Luft zu filtern. Zur Entfernung von Feinstaub, Ruß, Schimmel, Milbenkot und Pollen sind sie eingeschränkt empfehlenswert. Am besten eignen sie sich, um unangenehmen Zigarren- oder Zigarettenrauch aus der Luft zu beseitigen.

Es gibt auch einige Kombi-Modelle, so können Sie mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen und die Luft wird mehrfach gereinigt.

Wo helfen Luftreiniger nicht?

Auch hochwertige Luftreiniger haben Aufgaben, die sie nicht bewältigen können.

  • Das gilt zum Beispiel, wenn die Partikel der Schadstoffe sehr klein sind. Dann können sie nicht mehr von dem Gerät erfasst und aus der Luft gefiltert werden.
  • Neben der Partikel-Größe ist die Größe der Wohnung wichtig. Der Hersteller empfiehlt einen Luftreiniger immer nur für eine bestimmte Raumgröße. Wenn Euer Zimmer größer ist, nimmt die Effizienz des Luftreinigers ab. Dann müsst Ihr ein leistungsstärkeres Gerät kaufen oder einen zweiten Luftreiniger aufstellen.
  • Darüber hinaus spielt der Aufbau des Raums eine wichtige Rolle: In geschlossenen Räumen, die nicht verwinkelt sind, können Luftreiniger ihre Aufgabe am besten erfüllen. In verwinkelten oder offenen Zimmern hingegen ist die Luftzirkulation nicht gut genug, sodass die Effizienz der Geräte nachlässt.

In solchen Fällen müsst Ihr zu anderen Maßnahmen greifen, um die Luft zu reinigen, etwa durch regelmäßiges Lüften und Staubsaugen oder die Beseitigung von Schimmel.


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