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Luftreiniger und Entfeuchter: Zur Schimmelvorbeugung

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit hat u.a. Konsequenzen für die Gesundheit, Möbel und die Schimmel – hier können Luftentfeuchter Abhilfe schaffen. Und wenn die Luft umgewälzt wird, sollte sie am besten noch gereinigt werden – das ist die Aufgabe von Luftreinigern.

Aber gibt es auch einen Luftreiniger mit Entfeuchter, der beide Aufgaben vereint? Im Folgenden Beitrag klären wir auf.

Kombigeräte: Luftreinigung und Luftentfeuchtung

Die Technik der Luftbefeuchtung und Luftentfeuchtung ist keinesfalls neu. Diverse Geräte unterschiedlicher Hersteller regulieren die Luftfeuchtigkeit schon seit Jahren. Das bislang voranginge Ziel insbesondere der Luftentfeuchtung: eine Regulation der Luftfeuchtigkeit für eine optimale Raumluftfeuchte wo diese nicht immer per se sichergestellt ist.

  • Vor allem wenn z.B. Wäsche in Wohnräumen getrocknet wird, sind die Auswirkungen auf die relative Luftfeuchtigkeit auf Dauer so immens, dass langfristige Schäden an der Bausubstanz nicht ausgeschlossen werden können.
  • Auch in Bezug auf die Gesundheit ist die Luftfeuchtigkeit nicht zu vernachlässigen. Liegt die Luftfeuchtigkeit außerhalb eines für den menschlichen Organismus optimalen Bereichs, haben nicht nur Allergene sowie Pilz- und Schimmelsporen leichtes Spiel, sondern auch Bakterien, Viren und Krankheitserreger reichern sich in der umgebenden Raumluft an und erhöhen das Risiko für Infektionen.

Da insbesondere Viren sowohl eine überdurchschnittlich hohe als auch eine überdurchschnittlich niedrige Luftfeuchtigkeit bevorzugen, steht es außer Frage, dass die Technik der Entfeuchtung und die Technik der Luftbefeuchtung gleichermaßen für die Lufthygiene von maßgeblicher Bedeutung sind.

Wer sich um die Lufthygiene sorgt, sollte aber nicht nur auf Luftbefeuchtungstechnologien, sondern viel mehr auf Kombinationsgeräte zur Luftfeuchtigkeitsregulation und Luftreinigung setzen. Neue kombinierte Verfahren sind bereits zu kostengünstigen Preisen erhältlich.

Gründe für hohe Luftfeuchtigkeit

  • Besonders wenn Wäsche in den Wohnräumen und Fluren getrocknet wird, besteht eine Gefahr für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit.
  • Umfragen haben gezeigt: Quer- und Stoßlüften sind für viele Haus- und Wohnungsbewohner noch immer Fremdwörter. Falsches Lüften gehört zu den häufigsten Gründen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Besonders in den kalten Herbst- und Wintermonaten herrscht – so die Schätzungen – in 3 von 5 Haushalten eine deutlich zu hohe und damit für die Gesundheit bedenkliche Luftfeuchtigkeit.
  • Nicht immer ist eine nicht optimale Luftfeuchtigkeit aber menschengemacht: Eine zu gute Fensterisolierung sorgt dafür, dass kein natürlicher Luftaustausch mehr stattfinden kann. Doch auch bei einer mangelhaften Isolierung, wie diese beispielsweise oft in Altbau-Wohnungen vorzufinden ist, kann Feuchtigkeit eindringen und für unangenehme Effekte sorgen.
  • In den Sommermonaten kann auch das Wetter für einen hohen Anstieg der Luftfeuchtigkeit verantwortlich sein. Dies ist allerdings meist nur von kurzer Dauer.

Wichtig: Neben Maßnahmen zur Luftfeuchtigkeitsregulation sollten – wo möglich – auch immer die Ursachen für das Eindringen von Feuchtigkeit beseitigt werden, damit ein Luftbefeuchtungs- und Luftreinigungssystem nicht zum bekannten Tropfen auf dem heißen Stein wird.

Konsequenzen von zu hoher Luftfeuchtigkeit

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann nicht nur unangenehm sein, sie hat auch Folgen für den Menschen und die Umgebung.

  • Schimmelbildung wird begünstigt
  • Die Ausbreitung bzw. das Überlegen von Bakterien und Viren
  • Auch auf Möbel, Lederware und Holzböden kann es Einfluss haben
  • Man kommt leichter ins Schwitzen

Warum Luftfeuchtigkeitsregulation mit kombinierter Luftreinigung?

  • Eine regulierte Luftfeuchtigkeit bremst das Ausbreitungspotential von Viren und Krankheitserreger, indem letztere absinken und nicht eingeatmet werden können.
  • Krankheitserreger werden also direkt in der Umluft unschädlich gemacht werden. Kombinierte Filter- und Reinigungssysteme bieten einen noch umfassenderen Ansatz im Sinne des Gesundheitsschutzes und der Infektionsprävention, indem sie schon in der Luft befindliche Partikel aktiv aus der Umgebungsluft herausfiltern und binden.

Dies geschieht vor dem Hintergrund einer konstant überwachten Luftfeuchtigkeitsüberwachung, die dann regulative Maßnahmen ergreift, wenn der optimale Referenzbereich von 40 bis 60 Prozent unter- oder überschritten wird.

Filterverfahren bei Luftreinigern mit Entfeuchtern

Die Filterungs- und Reinigungstechnologien lassen sich gemäß der folgenden Verfahren kategorisieren:

  • HEPA-Filtersysteme
  • Aktivkohlefilter
  • Luftwäscher auf Basis von integrierten Wasserfiltern
  • UV-C-Luftreinigungssysteme
  • Häufig sind auch Kombinationen aus den genannten Filtersystemen

Neuartige HEPA-Filter, wie diese beispielsweise auch in Operationssälen in Krankenhäusern oder in Verkehrsflugzeugen zum Einsatz kommen, gehören zu den Aktivkohle-Filtern. Auch kleinste Partikel wie beispielsweise Influenza- und Coronaviren verbleiben im Filterungssystem, durch welches der Luftstrom kontinuierlich geleitet wird.

Kombinationslösungen bieten oft ein zusätzliches Reinigungsverfahren auf Basis eines Wasserfilters: Die über Wasserwalzen geleitete Luft wird von Schwebpartikeln gereinigt.

Derzeit beforscht wird ein weiterer Ansatz, der die durch das Filtersystem geleitete Luft mit UV-C-Licht bestrahlt. Wir alle kennen die zellschädigende Wirkung von UV-Licht vom Sonnenbad am Strand. Selbige Wirkung könnte sich auch in der Virusbekämpfung etablieren. Erste Ergebnisse sind vielsprechend und könnten die Entwicklung im Bereich der Luftreinigungsmodule noch einmal beflügeln.

Luftreiniger und Luftwäscher: Welche Funktionen sind wichtig?

Kommt ein System für eine kombinierte Luftfeuchtigkeitsregulation mit integriertem Luftwäscher in Wohn- und Arbeitsräumen zum Einsatz, sollten die Kunden besondere Wert auf bestimmte Eigenschaften legen:

  • Wichtig sind differenzierte Leistungsstufen, die sich (ggf. automatisch) den jeweiligen vorherrschenden Bedingungen im Raum anpassen.
  • Eine automatische Regulierung der Reinigungsleistung sowie der Luftfeuchtigkeit sind wirklich sehr hilfreich.
  • So wird die Lautstärke auf ein Minimum reduziert und nicht mehr Energie als notwendig verbraucht. Für die Schlafräume empfehlen Experten außerdem einen Timer. Ein Einsatz der Technologie rund um die Uhr ist in der Regel nicht erforderlich.
  • Luftwäscher mit Wasserfilter sollten über einen ausreichend großen Wassertank verfügen. Für den Alltag ist es wichtig, dass sich diese schnell entnehmen und reinigen lassen.

Beachten Sie ggf. die Möglichkeit weiterer Wasserzusätze, die das Entstehen von Bakterien innerhalb des Wassertanks zuverlässig verhindern. Bei einem verunreinigten Wassertank besteht die Gefahr, dass der Luftwäscher das Gegenteilige von dem bewirkt, was er eigentlich verhindern soll: Bakterien können aus dem Wassertank in die Raumluft gelangen, und die Umluft verunreinigen.


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