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Wartung und Pflege von Luftreinigern

Immer mehr Menschen setzen Luftreiniger ein. Allerdings benötigt ein Luftreiniger auch ein gewisses Maß an Pflege sowie eine regelmäßige Reinigung. Andernfalls wird die Leistung des Luftreinigers mit der Zeit herabgesetzt. Unter Umständen kann der Luftreiniger die Umgebungsluft sogar zusätzlich belasten, wenn sein Filter verschmutzt ist, weil so ein optimaler Nährboden für Keime, Bakterien und Viren entsteht.

Aus diesem Grund erfahrt Ihr hier, was Ihr in Bezug auf die Pflege und Reinigung von Luftreinigern beachten solltet.

Wartung Luftreiniger

An regelmäßige Filterwechsel denken

In erster Linie ist es wichtig, dass Ihr den Filter Eures Luftreinigers regelmäßig austauscht. Der Filter ist das Kernstück des Geräts. Hier sammeln sich alle Schadstoffe sowie Staub und Keime. Im Laufe der Zeit verschmutzt der Filter, sodass er seinen Dienst nicht mehr wie vorgesehen erfüllen kann.

Je nach Gerät und Hersteller müssen die Filter im Abstand von vier bis sechs Monaten ersetzt werden.

Lest auf jeden Fall die Bedienungsanleitung, um Euch über genauere Angaben zu informieren. Normalerweise ist es kein Problem, die Filter auszutauschen. Ihr müsst nur behutsam vorgehen, wenn Ihr den alten Filter aus dem Gerät entnehmt. Achtet darauf, dass Ihr die Staubpartikel nicht einatmet. Neue Filter sind im Internet oder beim Fachhändler erhältlich.

Wie werden die verschiedenen Filtertypen gereinigt?

Die konkrete Vorgehensweise bei der Reinigung und Pflege Eures Luftreinigers hängt natürlich vom Typ Eures Geräts ab. Ein Luftwäscher wird anders gereinigt als ein Luftreiniger mit HEPA- oder Aktivkohlefilter. Grundsätzlich solltet Ihr aber immer folgende Hinweise beachten, wenn Ihr Euren Luftreiniger säubern möchtet:

  • Schaltet das Gerät aus und zieht den Stecker aus der Steckdose
  • Verwendet nicht zu viel Wasser und passt auf, dass es nicht ins Innere des Geräts läuft, denn dort könnte es die sensible Technik des Luftreinigers beschädigen
  • Verzichtet darauf, aggressive Reinigungsmittel, raue Schwämme oder spitze Gegenstände für die Säuberung Eures Luftreinigers zu verwenden
  • Bevor Ihr den Luftreiniger wieder ansteckt und in Betrieb nehmt, sollte er vollständig getrocknet sein

Im Folgenden beschreiben wir Euch genauer, wie die einzelnen Filtertypen gepflegt und gereinigt werden.

Luftwäscher mit Wasserfilter

Luftwäscher verfügen nicht über Filter, die regelmäßig ausgetauscht werden müssen, da sie die Luft mit Wasser reinigen.

  • Zur Pflege eines solchen Geräts gehört, das Wasser im Wasserbehälter jeden Tag mit frischem Leitungswasser zu ersetzen.
  • In regelmäßigen Abständen solltet Ihr zudem den Wasserbehälter und die Luftbefeuchtungswanne säubern.
  • Wichtig ist auch, dass Ihr das Wasser aus dem Luftwäscher ablasst, wenn Ihr ihn über einen längeren Zeitraum hinweg nicht verwendet. Andernfalls könnten sich im Wasserbehälter Bakterien oder Schimmelpilze bilden, wodurch unangenehme Gerüche entstehen.
  • Darüber hinaus muss ein Luftwäscher hin und wieder entkalkt werden. Es gibt auch Geräte, bei denen Ihr bestimmte Zusätze ins Wasser geben müsst.

Ionisator

Auch Ionisatoren haben keine Filter im üblichen Sinne, sodass der Filterwechsel entfällt. Eine regelmäßige Reinigung ist aber trotzdem erforderlich. Der sogenannte Kollektor zieht die Schadstoffe aus der Luft an und sammelt sie.

  • Nach einiger Zeit der Benutzung bildet sich dadurch eine Schmutzschicht am Kollektor, die Ihr abwaschen solltet. Haltet den Kollektor dafür unter fließendes Wasser.
  • Bei starken Verunreinigungen könnt Ihr auch einen weichen Schwamm, mildes Spülmittel oder eine Spülbürste verwenden, um den Kollektor zu säubern.
  • Trocknet ihn dann mit einem Geschirrtuch ab und bringt ihn wieder im Ionisator an.

Beachtet bei der Reinigung Eures Ionisators unbedingt die Bedienungsanleitung, um Beschädigungen zu vermeiden.

Aktivkohlefilter

Auch bei einem Luftreiniger mit Aktivkohlefilter gehört der regelmäßige Austausch des Filters zur Pflege des Geräts.

  • Viele Modelle verfügen über eine Verriegelungsfunktion, um eine konstant hohe Luftqualität zu gewährleisten: Sobald der Filter voll ist, wird der Luftreiniger abgeschaltet, damit keine Schadstoffe an die Umgebungsluft abgegeben werden können.
  • Spätestens dann wird es Zeit, den Filter zu wechseln. Meist ist das alle vier bis sechs Monate der Fall.
  • Zusätzlich solltet Ihr das Gehäuse des Luftreinigers hin und wieder mit einem feuchten Tuch auswischen.

Luftreiniger mit HEPA-Filter

Luftreiniger mit HEPA-Filter können nur eine begrenzte Menge an Partikeln aufnehmen. Wenn der Filter voll ist, wird der Luftwiderstand erhöht, sodass die Luft nicht mehr komplett durch den Filter geführt werden kann. Die Filterleistung lässt dann erheblich nach. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr den HEPA-Filter regelmäßig austauscht.

  • Wie oft der Wechsel erfolgen muss, hängt unter anderem von der Staubkonzentration in der Luft, der Nutzungsdauer und der Größe des Filters ab.
  • Öffnet am besten den Luftreiniger und prüft mit einer Taschenlampe, ob starke Verschmutzungen zu sehen sind. Wenn das der Fall ist, solltet Ihr den HEPA-Filter austauschen.

Professionelle Wartungen sind empfehlenswert

Unabhängig davon, ob Ihr einen Luftwäscher mit Wasserfilter, einen Ionisator, einen Luftreiniger mit HEPA-Filter oder ein Gerät mit Aktivkohlefilter besitzt, empfiehlt sich eine regelmäßige professionelle Wartung. Wenn ausgebildete Fachleute Euren Luftreiniger unter die Lupe nehmen, stellt Ihr sicher, dass die gewünschte Luftqualität auch nach einigen Jahren der Nutzung noch erbracht werden kann.

Luftreiniger sind nicht nur in privaten Haushalten beliebt, sondern auch in öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern und Museen. Da sie die Luft von unangenehmen Gerüchen ebenso befreien wie von Bakterien, Allergenen und Staubpartikeln, tragen sie zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Die Reinigung der Luftreiniger sollte aber nicht ausser Acht gelassen werden, sonst drohen gesundheitsschädliche Konsequenzen. Daher sollten Pflegehinweise ernst genommen werden.

Mitunter sind regelmäßige Wartungen vom Hersteller sogar vorgeschrieben, da andernfalls die Garantie verfällt. Beachtet auch diesbezüglich die Angaben des Herstellers in der Bedienungsanleitung.

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