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Pollenallergie bekämpfen: 20 effektive Heuschupfen Hausmittel

Allergischer Heuschnupfen gehört zu den häufigsten Atemwegserkrankungen. Die richtige Therapie ist bei der Pollenallergie sehr wichtig, denn wenn der Heuschnupfen unbehandelt bleibt, steigt das Risiko für eine Erkrankung an allergischem Asthma. Er kann mit Medikamenten in Form von Nasensprays, Augentropfen und Tabletten behandelt werden. Es gibt aber auch viele Tipps und Pollenallergie Hausmittel, die Ihnen dabei helfen können, die pollenreiche Zeit des Jahres zu überstehen.

Lesen Sie hier, welche Heuschnupfen Hausmittel und Tipps gegen tränende Augen, Niesen und Husten wirksam sind.

Hausmittel: 10 Tipps für die Wohnung

Wenn Sie nicht gleich zu Medikamenten greifen möchten – beispielsweise in der Schwangerschaft oder Stillzeit –, sondern Ihre Beschwerden lieber auf natürliche Weise lindern wollen, ist es die beste Lösung, das Pollenaufkommen in Ihrer Wohnung zu reduzieren. Deswegen stellen wir Ihnen nachfolgend die zehn besten Pollenallergie Hausmittel und Tipps vor, mit denen Sie den Pollenflug in Ihren eigenen vier Wänden senken.

Die Pollen, die die unangenehme Allergie und somit die Symptome auslösen, verfangen sich insbesondere in den Haaren. Deshalb sollten Sie in der Hauptpollenflugzeit täglich vor dem Zubettgehen duschen und Ihre Haare waschen. Andernfalls würden Sie die Allergene die ganze Nacht über einatmen.

Um Pollen aus der Wohnung wieder loszuwerden, ist das regelmäßige Lüften wichtig. Aber Achtung: Auf das richtige Lüftungsverhalten kommt es bei Allergikern ganz besonders an. Das heißt, dass Sie die Fenster geschlossen halten sollten, wenn die Pollenbelastung sehr hoch ist.

Das ist auf dem Land meist in den frühen Morgenstunden bis elf Uhr der Fall. In der Großstadt fliegen eher abends viele Pollen umher. Es ist daher eines der besten Heuschnupfen Hausmittel, je nach Wohnort zur richtigen Zeit zu lüften.

Um beim Lüften auf Nummer sicher zu gehen, können Sie an den Fenstern Pollenfilter installieren. Das empfiehlt sich gerade im Schlafzimmer. Zwar können die Filter Blütenpollen nicht komplett abhalten, sie tragen aber zu einer wesentlichen Verbesserung bei.

Die Pollenfilter werden auf ähnlich einfache Weise angebracht wie ein Fliegengitter. Allerdings wird der Lichteinfall reduziert. Zudem müssen Sie den Pollenfilter regelmäßig mit Wasser säubern. Tragen Sie dabei am besten einen Mundschutz.

Auch an der Kleidung, die Sie draußen tragen, bleiben viele Pollen hängen. Um Ihr Schlafzimmer pollenfrei zu halten, sollten Sie sich im Badezimmer entkleiden und die Kleider nicht im Schlafzimmer lagern. Im Idealfall wechseln Sie schon im Flur Ihre Kleidung und schlüpfen in unbelastete Hauskleidung, die Sie nur drinnen tragen.

In der pollenreichen Zeit ist es wichtig, alle glatten Flächen in Ihrer Wohnung häufig mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Dadurch reduzieren Sie die Pollenmenge.

Luftreiniger gegen Pollen sind ein effektives Mittel, um die Pollenbelastung in Ihrer Wohnung um bis zu 99,99 Prozent zu reduzieren. Dies bestätigen mittlerweile zahlreiche Tests. Als Allergiker sollten Sie dabei zu einem Luftreiniger mit HEPA-Filter greifen. Er entfernt auch kleinste Allergene wie Pollen wirkungsvoll aus der Luft und verbessert somit Ihre Atemluft spürbar.

Viele Pollenallergiker vertragen auch einige Nahrungsmittel nicht. Daran sind Kreuzallergien schuld. Deshalb sollten Sie mit bestimmten Lebensmitteln vorsichtig sein. Folgende Kreuzallergien sind besonders häufig:

  • Birkenpollen: Kern- und Steinobst wie Pflaumen, Kirschen und Äpfel sowie Soja und Nüsse
  • Kräuterpollen wie Beifuß: Karotten, Kamille, Sellerie, Tomaten, Gurken, Artischocken und Gewürze
  • Gräserpollen: Hülsenfrüchte wie Erdnüsse und Soja, aber auch Getreideprodukte

Sofern Sie diese Lebensmittel gut vertragen, ist ein regelmäßiger Konsum aber empfehlenswert. Das hilft, damit die Toleranz gegenüber den Allergenen weiterhin bestehen bleibt. Achten Sie trotzdem auf eine gesunde Ernährung, denn sie stärkt Ihr Immunsystem und kann die Beschwerden lindern.

In Gardinen bleiben Pollen besonders gern haften, was die Pollenbelastung erhöht. Waschen Sie diese entweder häufig oder ersetzen Sie sie durch Jalousien, um den Pollenflug in Ihrer Wohnung zu reduzieren. Grundsätzlich ist es ratsam, auf Textilien in Ihrer Wohnung weitestgehend zu verzichten, denn dort verfangen sich Pollen besonders gern.

Für Teppichböden und Polster empfiehlt sich ein spezieller Allergiker-Staubsauger. Er sollte über einen Feinstaubfilter verfügen. Oft sind glatte Böden für Pollenallergiker auf lange Sicht die bessere Lösung.

Mit der Kleidung bringen Sie viele Pollenkörner mit in Ihre Wohnung, denn sie bleiben dort gut haften. Deshalb ist es wichtig, die Kleidung regelmäßig zu waschen. Achten Sie darauf, dass die Wäsche ausreichend lange und sorgfältig ausgespült wird. Damit Ihre frisch gewaschene Wäsche auch nicht gleich wieder mit Pollen belastet wird, sollten Sie sie im Haus trocknen.

Hausmittel: 10 Tipps für unterwegs

Auch wenn Sie unterwegs sind, gibt es ein paar Dinge, die Sie beachten können, um Ihre allergischen Beschwerden zu lindern.
Pollenallergie Hausmittel

Eine gute Idee ist es, zumindest einen Teil der Hauptpollensaison in einem allergenarmen Gebiet zu verbringen. Dann können Sie mal wieder richtig durchatmen und eine beschwerdefreie Zeit genießen. Als Reiseziele eignen sich Inseln, Regionen am Meer oder Gebirge.

Besonders an Tagen mit einer hohen Pollenbelastung sollten Sie auf Kontaktlinsen verzichten. Die Augen jucken und tränen dann ohnehin schon und die Lider sind geschwollen. Das wird durch die Kontaktlinsen nicht besser.

Zudem bleiben Allergene an den Linsen kleben und reizen das Auge zusätzlich. Gleichzeitig stellt eine Brille einen guten Schutz vor den Pollen in der Luft dar und kann somit die Augenbeschwerden lindern.

Bei sehr warmer, trockener und windiger Witterung ist die Pollenkonzentration besonders hoch. Halten Sie sich dann möglichst nur kurz im Freien auf. Meiden Sie Felder, Wiesen und Weiden und verlegen Sie sportliche Aktivitäten nach drinnen.

Wenn Sie ins Auto steigen, sollten Sie Ihre Jacke vorab ausziehen und in den Kofferraum legen. Dann können die daran haftenden Pollen nicht in den Fahrerraum gelangen und die Beschwerden auf der Fahrt bleiben möglichst gering.

Auch die Fenster und das Schiebedach vom Auto sollten bei hoher Pollenbelastung geschlossen bleiben. Nutzen Sie die Lüftung im Umluft-Betrieb, um keine Pollen von draußen in den Innenraum zu bringen.

Parken Sie Ihr Auto außerdem nicht direkt unter Bäumen.

Wichtig ist, den Fahrzeuginnenraum regelmäßig auszusaugen. Das gilt für alle Polster, die Ablagen und das Armaturenbrett. Wischen Sie glatte Oberflächen feucht ab. So entfernen Sie die Allergieauslöser und lindern Ihre Symptome während der Autofahrt.

Am wirksamsten gegen Pollen ist in modernen Fahrzeugmodellen der Innenraumfilter, der mittlerweile serienmäßig eingebaut wird. Er filtert Schmutz, Staub und Pollen aus der Luft, bevor sie überhaupt erst in das Fahrzeug gelangen.

Dieser Filter muss aber regelmäßig gewechselt werden, denn sonst funktioniert er nicht ordnungsgemäß. Ein jährlicher Austausch ist für Allergiker empfehlenswert.

Gerade in älteren Fahrzeugen ohne Innenraumfilter kann es sinnvoll sein, einen Luftreiniger mit Pollenfilter einzusetzen. Er wird nachträglich in den Innenraum eingebaut und mit dem Zigarettenanzünder verbunden. Wählen Sie einen Luftreiniger mit HEPA-Filter, um Ihr Fahrzeug besonders effektiv von den allergieauslösenden Pollen zu befreien.

Das Fahrrad ist eine umweltfreundliche und gesunde Methode der Fortbewegung. Für Allergiker gilt das in der Pollensaison aber nicht. Nutzen Sie in dieser Zeit lieber das Auto, die Straßenbahn, den Bus oder die U-Bahn.

Ein Sommerregen ist für Allergiker der beste Zeitpunkt für einen ausgiebigen Aufenthalt im Freien, denn der Niederschlag wirkt wie ein ganz natürlicher Pollenfilter.

Bleiben Sie bei den ersten Regentropfen aber dennoch eine Weile im Haus: Dann werden die Pollen aus den oberen Luftschichten nämlich erst einmal nach unten gedrückt. Sobald es sich richtig eingeregnet hat, können Sie nach draußen gehen.

Pollenallergie Hintergründe

Statistiken zeigen, dass in Deutschland etwa 16 Prozent der Bevölkerung unter einer Pollenallergie beziehungsweise an Heuschnupfen leiden. Neben Erwachsenen sind auch Kinder häufig betroffen. Der allergische Schnupfen wird in erster Linie durch den Blütenstaub ausgelöst, der von Bäumen, Kräutern, Getreide, Gräsern und Sträuchern stammt.

Wenn die Pollen auf die Schleimhäute treffen, kommt es bei den Betroffenen zu juckenden und tränenden Augen, Schnupfen und Asthma. Die Symptome schwanken je nach Pollenkonzentration in der Luft, welche wiederum von den Windverhältnissen, von der Witterung und der Temperatur abhängt.

Pollenallergie

Pollenflugkalender: Allergie je nach Blüte

Der Pollenflug setzt jedes Jahr ein, sobald der Frühling sich nähert. Wer unter Heuschnupfen leidet, merkt sofort, wenn die Natur wieder zum Leben erwacht. Es gibt spezielle Pollenflugkalender, in denen Allergiker nachschauen können, wann welche Pflanzen ihre Hauptblütezeit haben und wann die Belastung mit Pollen dementsprechend besonders hoch ist.

  • Von Februar bis März etwa blühen einige Pflanzenarten, die Allergien auslösen können. Dazu gehören zum Beispiel Erle und Hasel. Im Laufe des Jahres verstärkt sich das Pollenaufkommen.
  • Besonders im April und im Mai ist die Belastung meist hoch, denn dann blühen Esche, Flieder, Eiche, Eibe, Birke und Rotbuche. Bei windigem Wetter kann sich der Blütenstaub besonders gut verbreiten.
  • Von Juni bis August und teilweise bis in den September hinein blühen dann viele Gräser, der Spitzwegerich, die Brennnessel, der Beifuß und die Ambrosia. Auch dann haben viele Allergiker noch einmal verstärkt mit den lästigen Symptomen zu kämpfen. Nicht alle Allergiker reagieren aber auf jede Pollenart. Deshalb treten die Beschwerden auch zu verschiedenen Zeiten auf – je nachdem, welche Pflanze gerade blüht und ihre Pollen in der Umgebung verteilt.

Typische Smyptome

Manche Allergiker haben das Pech, fast das ganze Jahr über an Heuschnupfen zu leiden. Erste Beschwerden äußern sich meist mit einer kribbelnden Nase sowie mit geröteten und juckenden Augen. Die Schleimhäute schwellen an. Infolgedessen kommt es zu einer verstopften Nase, zu Niesattacken und zu einem vermehrten Tränenfluss.

Die folgenden Anzeichen sind typisch für eine Pollenallergie:

  • Sogenannter Fließschnupfen, der sehr wässrig ist
  • Verstopfte Nase, weil die Schleimhäute geschwollen sind
  • Häufige und starke Niesattacken und eine juckende Nase
  • Gerötete, juckende, brennende und lichtempfindliche Augen
  • Tränenfluss
  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Reizbarkeit
  • Abgeschlagenheit

Diese Symptome einer Pollenallergie sind noch vergleichsweise harmlos. Besteht der Heuschnupfen schon über eine längere Zeit und ist sehr ausgeprägt, können noch weitere Beschwerden hinzukommen, wie etwa Husten, Atemnot, Asthma, Ausschlag, Halsschmerzen, Migräne oder Magen-Darm-Störungen. Auch Konzentrationsprobleme, Depressionen und Schlafstörungen können Symptome einer schweren Pollenallergie sein.

Behandlung von Heuschnupfen

Die Behandlung erfolgt in der Regel mit Medikamenten, die in Form von Tabletten, Nasenspray und Augentropfen angeboten werden.

  • Sehr wirksam sind Antihistaminika, also antiallergische Tabletten oder Tropfen, die bei schweren und akuten Beschwerden Linderung verschaffen. Zudem werden zur Vorbeugung Mittel auf homöopathischer Basis angeboten. Allerdings können diese Medikamente die Pollenallergie nicht heilen, sondern immer nur die Symptome abmildern.
  • Die einzige Therapievariante, mit der die Allergie komplett beseitigt werden kann, ist eine Hyposensibilisierung. Hierbei bekommen Allergiker das Allergen in einer zunehmenden Dosierung gespritzt, damit sie desensibilisiert werden. Auf diese Weise soll eine Unempfindlichkeit gegen das Allergen erzeugt werden. Das Immunsystem stellt sich dann in vielen Fällen um, sodass das Allergen keine Abwehrreaktion mehr auslöst, sondern wieder vertragen wird.

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