Skip to main content

Luftreiniger und Befeuchter: 2 Varianten für reine Luft & optimale Feuchte

In Frühling und Sommer leidet Allergiker unter Pollen, Staub und sonstigen Luftverschmutzungen – Luftreiniger können hier effektiv Abhilfe schaffen. Aber im Winter kommt noch die trockene Luft hinzu, die Atemwege zusätzlich belastet – hier können Luftbefeuchter helfen. Aber gibt es auch Kombigeräte, also Luftreiniger mit Befeuchter, die beide Herausforderungen meistern können?

Die kurze Antwort vorab: Ja es gibt Geräte, die die Raumluft sauber halten und mit der empfohlenen Luftfeuchtigkeit versetzen können. Im Folgenden Beitrag stellen wir die Lösungen vor.

Hygrometer - Rauchfeuchte

Luftbefeuchter und Reiniger: Eine überzeugende Kombination

  • Luftreiniger entfernen Staub, Blütenpollen und diverse andere Verschmutzungen aus der Raumluft. Nicht nur Allergiker profitieren von der besseren Luftqualität. Sehr häufig sind die Geräte mit Filtersystemen ausgestattet, die für die Reinigung zuständig sind.
  • Die Luftbefeuchter versprühen einen feinen Wassernebel und gleichen so den verminderten Feuchtigkeitsanteil wieder aus. Besonders im Winter kann die Raumluft durch das Heizen zu trocken werden.

Beide Geräte, der Luftreiniger und der Befeuchter, sind auch als Kombigeräte erhältlich. Die Vorteile liegen auf der Hand: Man spart Geld, weil nur ein Gerät angeschafft wird, und außerdem fällt der Platzbedarf geringer aus.

Möglichkeit 1: Luftreiniger mit Befeuchtung

Besonders effektiv bei der Luftreinigung sind die HEPA-Filter. Die Bezeichnung steht für „High Efficiency Particulate Air Filter“, und besonders Allergiker achten auf diese hochqualitative Ausstattung nicht nur bei Luftfiltern. Feinste Schwebstoffe werden in einem derartigen Filter aufgefangen, sogar Bakterien und einige Viren. Sogar Partikel in einer Größe von 0,3 Mikrometern erfassen die Filtersysteme.

Die Geräte sind zudem mit einem Wassertank ausgestattet. Die Befeuchtung wird über einen Sensor gesteuert. In Kombination mit einem Luftreiniger wird die Raumluft zunächst gereinigt und gleichzeitig mit Feuchtigkeit versorgt.

Zwischenfazit

  • Negativ fällt auf, dass nicht nur der Anschaffungspreis hoch ausfällt, auch die Kosten für den regelmäßigen Filtertausch müssen eingeplant werden.
  • Positiv ist anzumerken, dass der Luftreiniger auch große Luftmengen rasch abarbeitet. Zudem werden auch feinste Schwebstoffe in einem derartigen Filter aufgefangen: Staub, Tierhaare, Pollen, Bakterien und einige Viren. Sogar Partikel in einer Größe von 0,3 Mikrometern erfassen die Filtersysteme – dies unterscheidet sich aber je Hersteller.

Möglichkeit 2: Der Luftwäscher

Die sogenannten Luftwäscher regulieren die Luftfeuchtigkeit und reinigen sie zugleich.

  • Luftwäscher haben den Vorteil, dass ihre Wartung sehr unkompliziert ist. Die Walzen, mit denen sie das Wasser waschen, müssen nur gründlich gereinigt werden.
  • Der Austausch der Filter enfällt, lediglich eine Reinigung und das Auffüllen des Wassertanks sind erforderlich.
  • Ein Luftwäscher besteht aus einem Lüfter, dem Wassertank und speziellen Walzen.
  • Die Walzen haben kleine Lamellen, die nahe beieinander liegen. Und sie sind so im Gerät positioniert, dass sie teilweise von Wasser bedeckt sind.
  • Auf den Lamellen bildet sich ein feiner Feuchtigkeitsfilm. Der Lüfter bläst nun auf die Walzen, die sich dadurch drehen. Auf den Lamellen wird die darüber strömende Luft gereinigt.
  • Für die anderen Reinigungssysteme ist der Luftwäscher durchaus eine ernsthafte Konkurrenz, denn er filtert auch kleine Partikel aus der Luft bis zu einer Größe von 10 Mikrometern.

Zwischenfazit:

  • Luftwäscher arbeiten langsamer, sie können Luftmassen nicht so schnell abarbeiten wie ein Luftreiniger. Dies ist an der sogenannten CADR (Clean Air Delivery Rate = entspricht der Reinigungsleistung pro Minute) ersichtlich.
  • Sie können auch nicht so feine Partikel aus der Luft filtern – allerdings reicht die Größe aus, um Staub, Pollen und Co. aus der Luft zu waschen. Das muss also kein Nachteil sein.
  • Zudem arbeiten sie sehr leise und es ist kein Filterwechsel notwendig.

Welche Einstellungen beim Luftbefeuchter sind optimal?

Die Luftfeuchtigkeit und die Temperatur eines Zimmers werden von jeder Person anders wahrgenommen. Allerdings gibt es Orientierungswerte für verschiedene Raumnutzungen, mit denen man eine ungefähre Vorstellung von den Erfordernissen der Beschaffenheit der Luft bekommt. Bei der Einstellung des Luftbefeuchters durch den Nutzer können diese Angaben hilfreich sein.

  • In einem Schlafzimmer sind die meisten Bundesbürger mit einer Temperatur von etwa 18 Grad Celsius zufrieden. Im Wohnzimmer dürfen es 20 Grad sein, und in beiden Räumen sollte die Luftfeuchtigkeit dann bei etwa 40 bis 60 Prozent liegen.
  • Nur für das Badezimmer geht man von höheren Werten aus. Die Temperatur beträgt in der Nasszelle meist 20 bis 25 Grad, und auch die Luftfeuchtigkeit ist höher, nämlich 50 bis 65 Prozent.

Raumklima mit Nebenwirkungen

Diese Orientierungswerte sind aber nicht nur eine Sache der persönlichen Befindlichkeit. Höher als 60 Prozent sollte die Feuchtigkeit der Raumluft nicht sein, sonst droht der gefürchtete Schimmelbefall.

  • Bei der Einstellung der Geräte ist dies unbedingt zu berücksichtigen. Ohnehin sind die Luftreiniger und Befeuchter kein Ersatz für angemessenes Lüften.
  • Besonders im Sommer kann der Feuchtigkeitsgehalt auch ohne Zusatzgeräte bei entsprechender Witterung an die kritische Grenze heranreichen.
  • Der Nutzer sollte außerdem verhindern, dass ein feuchtwarmes Klima entsteht. Denn in einem derartigen Ambiente breiten sich Schimmelpilze und Bakterien vermehrt aus.

In der kalten Jahreszeit halten wir uns alle gerne in gut geheizten Räumen auf. Leider entsteht durch die Heizung eine sehr trockene Luft, die durchaus gesundheitliche Folgen haben kann.

  • Viele leiden im Winter unter trockenen, gereizten Schleimhäuten, besonders in den Augen und der Nase.
  • Eine zu trockene Haut verursacht außerdem Verspannungen und das Wohlbefinden lässt deutlich nach.
  • Zudem transportiert der umherfliegende Staub belastende Keime, die ebenfalls eine Herausforderung für die Gesundheit sind.

Daher ist gerade im Winter der Einsatz von Luftreinigern mit Befeuchtung bzw. von einem Luftwäscher sehr angenehm und gesundheitsfördernd.

Welche Eigenschaften und Funktionen sind wichtig?

  • Eine automatische Regulierung des Betriebs nach Luftfeuchtigkeit spart die manuelle Kontrolle. Über ein Display bzw. eine App kann bequem die gewünschte Luftfeuchtigkeit eingestellt werden. Dann muss diese auch nicht mit einem Hygrometer selbst im Blick behalten werden.
  • Ein Luftreiniger gibt, wie sehr viele elektrischen Haushaltsgeräte, Betriebsgeräusche von sich. Besonders in Schlafräumen kann sich der Anwender dann gestört fühlen. Und es ist ärgerlich, wenn man auf seinen Nachtschlaf verzichten soll. Das Gerät sollte deshalb mit einem Sleep-Timer ausgestattet sein oder mit einer Nachtfunktion. Dann schaltet die Leistung des Ventilators auf eine minimale Umdrehung herunter und die LED-Anzeige wird gedimmt.
  • Aber auch tagsüber können Geräusche unerwünscht sein. Bisweilen geht es in den heimischen vier Wänden doch hektisch drunter und drüber, da will man nicht noch zusätzlich den Emissionen der Luftreinigung ausgesetzt sein. Sind aber unterschiedliche Schaltstufen wählbar, kann der Anwender einen Gang runter schalten, dann dreht der Ventilator niedriger und die Geräuschbelästigung bleibt auch im Tohuwabohu erträglich.
  • Auch die Timer-Funktion ist wichtig. Mit der entsprechenden Einstellung reinigt das Gerät die Raumluft für zwei oder auch für vier, acht Stunden. Dann schaltet sich der Reiniger automatisch ab.
  • Ein weiteres Augenmerk gilt dem Wassertank. Der sollte ausreichend dimensioniert sein, um die Wartungsintervalle zu verlängern.
  • Sehr praktisch ist ein Luftqualitätssensor. Das Gerät misst regelmäßig die Qualität der Raumluft und passt seine Leistung den jeweils gemessenen Werten an.

Achtung bei Strom & Wasser

Wer ein elektrisches Haushaltsgerät verwendet, sollte sich immer der Gefahren bewusst sein, die beim Umgang mit Strom und Wasser entstehen können.

  • Alte Leitungen neigen zu Kurzschlüssen und das gilt auch für Mehrfachsteckdosen und Verlängerungskabel.
  • Bei einem Luftbefeuchter kommt ein weiteres Problem hinzu: Der Wasserdank kann undicht werden und auslaufen. Auch wenn diese Gefahr sehr gering ist, sollte man sich ihrer bewusst sein.
  • Wie jeder weiß, bilden Strom und Wasser eine überaus gefährliche Kombination. Deshalb ist Vorsicht geboten, das Gerät und seine Zuleitungen sollten einer regelmäßigen Kontrolle unterzogen werden.

Ähnliche Beiträge