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Was ist ein Ionisator?

Schadstoffe in der Luft sind unangenehm und können sogar krank machen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, einen Luftreiniger anzuschaffen. Eine Sonderform des Luftreinigers ist der Ionisator, der gleichzeitig für ein unglaublich frisches Raumgefühl sorgen kann. Im Grunde sind Ionisatoren jedoch nichts anderes als Staubmagnete, die für eine saubere Raumluft sorgen.

Lesen Sie, welche Fähigkeiten ein Ionisator besitzt, wie er funktioniert, wo er eingesetzt wird und ob er sich für Ihre individuellen Wünsche nützlich ist.

Was ist ein Ionisator?
Was ist ein Ionisator? Wir klären auf!

Was macht ein Ionisator?

Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Luftreiniger kann ein Ionisator noch viel mehr. Dieses elektrische Gerät eliminiert nicht nur Staub, Pollen und andere Schadstoffe aus der Luft, auch trägt er zur Erhöhung der Ionendichte bei.

Zu diesem Zweck wird die Raumluft ionisiert. Das heißt, Moleküle werden elektrisch geladen – also mit Elektronen angereichert (oder diese entfernt) und somit geladen. Sie werden daher von positiv geladenen Teilchen angezogen und von negativ geladenen abgestoßen.

Damit sind die Schwebeteilchen (und Schadstoffe) nicht mehr neutral geladen und sie…:

  • Werden dadurch schwerer und sinken eher zu Boden
  • Können von Ladung angezogen/ abgestoßen werden

Und diese beiden Effekte führen zu einer Säuberung der Raumluft.

Ionen sind ganz natürlich

Die sogenannte Ionisierung ist übrigens ein ganz natürlicher Prozess, der in der Natur häufig vorkommt. Sicher haben Sie schon einmal unbewusst wahrgenommen, wenn die Konzentration von Ionen in der Luft besonders hoch ist. Hier einige Beispiele von Ionenkonzentrationen in der Luft:

  • in der Stadt: maximal 750 pro Kubikmeter
  • im Gebirge: 1.000 bis 5.000 pro Kubikmeter
  • an Wasserfällen: bis zu 80.000 pro Kubikmeter

Sicher haben Sie selbst schon einmal festgestellt, dass Sie sich am Meer oder im Gebirge vitaler und leistungsfähiger fühlen. Dies ist möglicherweise auch auf die hohe Ionendichte zurückzuführen.

Ionisatoren produzieren Ozon und werden daher häufig kritisch betrachtet. Moderne Geräte sind aber gesundheitlich unbedenklich, denn die Konzentration an Ozon ist sehr gering. Für die Gesundheit ist dieses Ozon also unbedenklich. Ozon hat übrigens auch positive Eigenschaften. Da der Stoff antibakteriell wirkt, eignet er sich hervorragend zum Abtöten von Viren. Allergiker werden diese positive Wirkung besonders schnell erleben.

Wo wird ein Ionisator eingesetzt?

Ionisatoren werden gegen Staub ebenso wirkungsvoll eingesetzt wie gegen Pollen. Wer also an einer Hausstaub- oder Pollenallergie leidet, ist mit solch einem Gerät gut beraten. Darüber hinaus schafft der Ionisator es, unangenehme Gerüche in der Luft zu filtern und wird daher bevorzugt in der Küche aufgestellt.

Vielleicht besitzen Sie aber auch ein Haustier? Sicher kennen Sie dann ebenso unangenehme Gerüche, die von Ihrem vierbeinigen Liebling ausgehen. Auch in diesem Fall ist der Ionisator sehr empfehlenswert, da er auch diese Gerüche eliminiert.

Besonders gute Dienste leistet der Ionisator für Allergiker. Sowohl in der Luft befindliche Viren als auch Pollen und Staub beseitigt der Ionisator zuverlässig. Ionisatoren schaffen es allerdings nicht, die Raumluft zu befeuchten. Sinnvoll kann daher unter Umständen ein Kombigerät sein. Luftreiniger mit einem Hepa Filter beispielsweise können selbst kleinste Verunreinigungen aus der Luft filtern. Ein Luftwäscher hingegen sorgt nicht nur dafür, dass die Raumluft gesäubert wird, sondern feuchtet diese auch an.

ACHTUNG: Zigarettenrauch in Verbindung mit Ozon kann gesundheitsschädlich sein. Aus diesem Grund sollten Sie einen Ionisator nicht einsetzen, um Zigarettenrauch zu beseitigen. Der Grund: Der Rauch der Zigarette kann sich mit Ozon zu gesundheitsschädlichen Aerosolen verbinden. Diese Bestandteile sind so klein, dass sie sehr tief in die Lunge eindringen und hier irreparable Schäden verursachen können – mehr dazu hier.

Kritische Betrachtung

Der Ionisator ist ein recht kompaktes Gerät, das Sie überall aufstellen können. Mittlerweile sind sogar so kleine Geräte erhältlich, die Sie in den Zigarettenanzünder Ihres Autos stecken können.

Ein weiterer Vorteil: Im Vergleich zu einem Luftreiniger ist der Ionisator recht preisgünstig erhältlich. Zahlreiche Modelle erhalten Sie für weniger als 50 Euro. Folgekosten wie beim Luftreiniger müssen Sie beim Ionisator nicht befürchten. In diesem ist kein Filter verbaut. Sie müssen lediglich die Staubfangplatte von Zeit zu Zeit absaugen oder abwaschen. So sparen Sie nicht nur Geld, sondern auch Zeit.

So viele Vorteile die Ionisatoren auch haben; Kritiker haben dennoch ihre Zweifel an diesen Geräten. Glaubt man diesen, sollen die Ionisatoren sogar gesundheitsschädlich sein. Der Grund: Die Ionen werden meist mit einer hohen elektrischen Spannung erzeugt. Bei diesem Vorgang kann unter Umständen Ozon entstehen, welches als stark gesundheitsgefährdend gilt. Auf der anderen Seite ist das Ozon aber auch wichtig, da es Geruchsmoleküle spalten und so für eine Neutralisierung unangenehmer Gerüche sorgen kann. Dennoch sollten Sie beim Kauf eines Ionisators darauf achten, dass dieser möglichst wenig Ozon produziert.

In der Industrie werden häufig sogenannte Ozongeneratoren zur Geruchssanierung eingesetzt. Diese können tatsächlich gesundheitsschädigend sein und Reizungen von Atemwege und Schleimhäuten zur Folge haben. Dies gilt allerdings nur für die veralteten Modelle, bei welchen Ozon in die Raumluft gelangt. Bei neueren Modellen ist dies nicht der Fall und das produzierte Ozon verbleibt im Gerät.


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