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Vergleich: Luftreiniger, Ionisator oder Luftwäscher: Unterschiede & Eignung

Luftreiniger können Staub und andere Schadstoffe aus der Luft entfernen. Dabei ist es egal, um welche Art von Luftreiniger es sich handelt: Klassische Luftreiniger sind dazu ebenso in der Lage wie Luftwäscher oder Ionisator. Allerdings unterscheiden sich die einzelnen Geräte voneinander und sind für manche Luftverschmutzungen besonders gut geeignet.

Dieser Artikel klärt über die Unterschiede auf und wann welche Filterart am besten geeignet ist.

Luftreiniger Vergleich

Prinzipiell wird der Begriff „Luftreiniger“ oft als Bezeichnung für sämtliche Geräte genutzt, die in der Lage sind, die Luft von Staub, Allergenen und Schadstoffen zu befreien. Eine Gemeinsamkeit aller Geräte ist also, dass sie Staub, Haare und Schmutz aus der Luft entfernen. Sie saugen die Luft an, pressen sie durch Wasser/ einen Filter und geben gereinigte Luft in den Raum ab.

Vergleich: Luftreiniger, Luftwäscher oder Ionisator?

Sollte ihr unsicher sein, ob ein Luftreiniger, Luftwäscher oder ein Ionisator für euch am besten geeignet sein, kann euch die folgende Tabelle eine Hilfe bieten. Unterhalb haben wir noch ein paar Hinweise zu der Bewertung genannt.

Luft­reiniger Luft­wäscher Ioni­sator
Wirksam gegen
Rauch ++ +
Staub ++ / +
Pollen ++ + +
Tierhaare ++ + +
Schimmel ++ +
Dauer ++ /
Wartung ++ ++
Preis +
Luft­feuchtigkeit / ++ /
Laut­stärke + ++

Legende: ++ = sehr gut | + = gut | / = neutral | – = negativ | — = sehr negativ

  • Luftreiniger: Am besten wählt ihr ein Modell, dass einen Hepa und einen Aktivkohlefilter in Kombination besitzt. Diese Modelle arbeiten am effektivsten. Für ein gutes Modell müsst ihr eta 150€ aufwärts einplanen. Die Kosten steigen mit der Leistungsfähigkeit bzw. dem Luftdurchsatz.
  • Luftwäscher: Es gibt Luftwäscher, die auch kleine Verunreinigungen aus der Luft filtern können, allerdings steigt damit auch der Preis deutlich. Auch wenn ein Luftreiniger gegen Schimmelsporen hilft, sollte er nicht unbedingt eingesetzt werden, da die erhöhte Luftfeuchte dem Schimmel zuträglich ist. Weiterhin reinigen Luftwäscher im Vergleich sehr langsam.
  • Ionisator: Ein Ionisator stellt die günstigste Variante dar. Allerdings sollte er bei Zigarettenrauch nicht eingesetzt werden, auch wenn er auf den ersten Blick eine Lösung darstellt.

Unterschiede bei Filterleistung

Unterschiede gibt es insbesondere in puncto Filterleistung: Hier haben klassische Luftreiniger ganz klar die Nase vorn.

Viele von ihnen sind mit HEPA-Filtern oder einem Kombifilter ausgestattet, sodass sie Teilchen bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometern aus der Raumluft entfernen können. Sie beseitigen daher auch Bakterien, einige Viren und Feinstaub.

Luftwäscher hingegen sind eher dazu gedacht, Pollen, Großstaub und Allergene aus der Luft zu beseitigen.

Auch Ionisatoren bekämpfen eher größere Partikel. Sie geben sehr hohe elektrische Spannungen ab, um sogenannte Cluster zu bilden, die zu Boden sinken und dort weggesaugt werden können. Gegen sehr kleine Partikel sind sie aber nicht so effektiv.

Welches Gerät bei welcher Verschmutzung hilft

Das wichtigste Unterscheidungskriterium ist also, wogegen die einzelnen Geräte effektiv sind.

Ein traditioneller Luftreiniger mit einem modernen Filtersystem wirkt sehr gut gegen Grob- und Hausstaub, Feinstaub, Ruß, Schimmel, Pollen, Tierhaare, Zigarettenrauch und Milbenkot. Die Wirkung gegen Bakterien und Milben ist ebenfalls gut.

Insgesamt hat ein Hepa Filter, oder besser noch einem Kombifilter, die stärkste Reinigungswirkung.

Der Luftwäscher hingegen kann nur gegen Grob- und Hausstaub, Schimmel, Pollen, Tierhaare und Milbenkot eine gute Wirkung erzielen. Bei Allergien, welche durch große Partikel wie Pollen oder Haare ausgelöst werden, leistet ein Luftwäscher also in der Regel gute Dienste.

Die zusätzliche Erhöhung der Luftfeuchte kann außerdem bei Allergien, die die Atemwege betreffen, eine angenehme Linderung der Symptome verschaffen. Der Effekt, den ein Luftwäscher auf Feinstaub, Rauch und Ruß ausübt, ist hingegen nur mäßig, während er Bakterien und Viren gar nicht aus der Luft filtern kann.

Ionisatoren zeigen zwar eine äußerst gute Wirkung gegen Zigarettenrauch und haben einen guten Effekt gegen Grob- und Hausstaub. Auf weitere Partikel wie Feinstaub, Ruß, Schimmel, Pollen, Milbenkot sowie Bakterien und Viren ist der Effekt aber nur mäßig. Kaum eine Wirkung zeigen Ionisatoren gegen Tierhaare.

Achtung: Luftreiniger mit Ionisatoren sollten nicht bei Rauch eingesetzt werden – lesen Sie hier mehr.

Wirkung auf Luftfeuchtigkeit

Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren Unterschied zwischen den einzelnen Geräten:

Während Luftreiniger und Ionisator die Luft nur säubern, erhöhen Luftwäscher immer auch die Luftfeuchtigkeit im Raum.

Sie wirken ähnlich wie ein Regenguss, sodass es bei der Reinigung zu einer Befeuchtung der Luft kommt. Diese Luft wird dann wieder an den Raum abgegeben. Dieser Effekt ist nicht immer gewünscht: In Wohnungen, in denen die Luft ohnehin schon sehr feucht ist, könnte eine weitere Befeuchtung zu Schimmelbefall führen. Ionisatoren haben keinen Einfluss auf die Luftfeuchtigkeit, aber sie ionisieren die Luft. Sie reichern die Luft also mit negativ geladenen Ionen an.

Diese sollen eine positive Wirkung auf die Gesundheit des Menschen haben. Sie kommen auch in der Luft am Meer oder in der Nähe von Wasserfällen vor. Eine solche Wirkung hat weder der Luftreiniger noch der Luftwäscher. Gerade im Winter ist die Luftfeuchte meist zu gering, was die Atemwege reizt.

Wann ein Ionisator am besten geeignet ist

Verglichen mit Luftreinigern und Luftwäschern sind Ionisatoren auf jeden Fall die günstigsten Produkte. Das liegt aber auch einfach daran, dass ihre Reinigungsleistung nicht so hoch ist.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

✅ Geräuschlos

✅ Kein Filterwechsel notwendig

✅ Günstig

⛔ Filterleistung

⛔ Ozon

Funktionsweise: Ionisatoren filtern die Luft nicht im klassischen Sinne. Es werden negativ geladene Ionen ausgestoßen, die sich mit Schadstoffen und feinen Partikeln in der Luft zu Clustern verbinden. Diese können dann nicht mehr so einfach eingeatmet werden, sondern sinken zu Boden, wo Sie sie mit dem Staubsauger beseitigen können.

Oft verfügen Ionisatoren auch über eine positive Manschette, sodass die Cluster angezogen und damit aus der Luft entfernt werden. Der größte Vorteil dieser Geräte ist, dass sie fast geräuschlos und ohne Filter arbeiten. Wenn Sie beispielsweise aufgrund einer Allergie beim Filterwechsel immer Beschwerden bekommen, stellt ein Ionisator eine gute Wahl dar.

Ionisatoren sind zudem klein und platzsparend. Da sie kaum Geräusche verursachen, eignen sie sich hervorragend für das Schlafzimmer. Aber auch im Regal oder auf dem Schreibtisch lassen sie sich gut verstecken. Sehr beliebt sind Ionisatoren im Auto, weil sie so effektiv gegen Abgase sind. Deshalb werden auf dem Markt auch etliche Geräte in Form von USB-Sticks angeboten, die sich besonders einfach im Auto installieren lassen.

Manche Ionisatoren erzeugen beim Betrieb Ozon. Dieser Geruch ist vielen unangenehm, allerdings in geringen Dosen eigentlich nicht wirklich schädlich. Sollten Sie Asthma haben, sieht die Sachlage möglicherweise anders aus.

Wann ein Luftreiniger am besten geeignet ist

Ein Luftreiniger ist in der Regel die beste Wahl, wenn Sie eine sehr saubere Luft erzielen möchten. Diese Geräte reinigen die Luft am effektivsten von vielen Partikeln.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

✅ Sehr gute Reinigungsleistung

✅ Relativ laut im Betrieb

✅ Günstig

⛔ Teuer

⛔ Filterwechsel notwendig

Funktionsweise: Dafür arbeiten sie mit ganz verschiedenen technischen Ansätzen: Mechanische Filter sind immer vorhanden – meist handelt es sich um HEPA- und Aktivkohlefilter -, aber es können auch UV-Lampen oder Photokatalysatoren zum Einsatz kommen. Teilweise sind sogar Ionisatoren in normalen Luftreinigern verbaut oder es wird zusätzlich mit Wärme gearbeitet.

Auch sehr kleine Schmutz- und Schadpartikel haben keine Chance. Entfernt werden Staub, Pollen, chemische Schadstoffe aus Lösungsmitteln und zum Teil auch Bakterien und Viren.

Je nach Modell kann ein Luftreiniger daher mit fast allen Schadstoffbelastungen gut umgehen und diese aus der Luft filtern. Verglichen mit Luftwäschern und Ionisatoren sind derartige Geräte aber auch am teuersten.

Nicht nur die Anschaffungskosten müssen mit einbezogen werden, sondern auch die Folgekosten, denn die Filter sollten regelmäßig ausgetauscht werden. Trotzdem: Gerade für Menschen, die an Allergien oder Asthma leiden, ist ein Luftreiniger ein Hilfsmittel, das die Symptome deutlich lindern kann. Zahlreiche Allergene können damit aus der Luft beseitigt werden, sodass Sie weniger unter Husten, Schnupfen, tränenden Augen und Juckreiz leiden werden. Allergiker treffen mit einem hochwertigen Luftreiniger daher sicher die beste Wahl.

Wann ein Luftwäscher am besten geeignet ist

Im Vergleich zu Luftreinigern sind Luftwäscher eine günstigere Alternative. Sie werden ausschließlich mit Wasser betrieben. Das bedeutet auch, dass Sie nicht mit hohen Folgekosten rechnen müssen.

Vor- und Nachteile auf einen Blick:

✅ Mittlere Reinigungsleistung

✅ Leise im Betrieb

✅ Erhöht Luftfeuchtigkeit

⛔ Kein Feinstaub und Co.

⛔ Teuer

Funktionsweise: Der Luftwäscher reinigt die Luft ähnlich wie ein Regenschauer: Die Luft wird durch Wasserwalzen hindurch geleitet, damit sie mit der Flüssigkeit möglichst eng in Kontakt gerät. Am Wasserfilm bleiben die Staubteilchen hängen und werden herausgefiltert. Insbesondere grobe Verunreinigungen können so im Wasser zurückgehalten werden.

Lediglich ein Hygienemittel muss unter Umständen gelegentlich gekauft werden. Es wird dem Wasser beigefügt, um ein übermäßiges Bakterien- und Schimmelwachstum zu verhindern. Im Vergleich zu Luftreinigern haben Luftwäscher aber eine geringere Reinigungsleistung. Ein Luftwäscher kann erstens nicht so viele verschiedene Partikel aus der Luft filtern und benötigt außerdem mehr Zeit, um die Luft effektiv zu reinigen, als das bei einem Luftreiniger der Fall ist.

Das Reinigungsprinzip hat auch einen positiven Nebeneffekt: Die Wassermoleküle gehen teilweise mit in die Luft über, wodurch die Luftfeuchtigkeit erhöht wird. Deshalb gehören Luftwäscher nicht nur zu den Luftreinigern, sondern auch zu den Luftbefeuchtern. Eine sehr trockene Luft, die zum Beispiel im Winter durch das häufige Heizen entsteht, kann die Schleimhäute reizen. Dann ist ein Luftwäscher die perfekte Lösung zur Luftreinigung, weil eben zusätzlich die Luftfeuchte erhöht wird.

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