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Luftreiniger für Dampfer: Sinnvoll oder nicht?

Die Zahl an E-Zigaretten Konsumenten steigt kontinuierlich an. Im Jahr 2017 lag die Anzahl an Konsumenten bereits bei 3,7 Millionen in Deutschland (Quelle Statista). Aber ist es für andere unbedenklich dem Dampf ausgesetzt zu sein? Und was ist mit dem typischen Nikotinfilm, der sich an den Wänden absetzt, gehört er der Vergangenheit an?

Wir klären in diesem Beitrag auf und beantworten häufige Fragen und klären auf, ob es sich lohnt einen Luftreiniger fürs Dampfen einzusetzen.

Ist E-Zigarette dampfen schädlich?

E-Zigaretten gelten nicht selten als harmlose Alternative zur klassischen Zigarette. Schon jeder achte Deutsche hat einer Studie der Uni Mainz zufolge einmal eine E-Zigarette geraucht.

  • Einige Forschungsarbeiten deuten darauf hin, dass E-Zigaretten weniger schädlich als Zigaretten sein könnten.
  • Allerdings gibt es zu den gesundheitlichen Folgen bisher nur sehr wenige Untersuchungen – und vor allem keine Langzeitstudien. Demzufolge ist nicht sicher, dass das sogenannte Dampfen wirklich unschädlich ist.
  • Fest steht aber, dass das Aerosol von E-Zigaretten weniger Schadstoffe enthält als Tabakrauch. Nichtsdestotrotz kommen im Aerosol entzündungsfördernde, krebserregende und reizende Substanzen vor.

Die Basis des Liquids bildet das Propylenglykol. Dies ist ein Stoff, der auch als Theater- oder Dekonebel zum Einsatz kommt. Er kann die Augen und die Atemwege reizen. Welche Folgen es auf lange Sicht hat, diese Substanz zu konsumieren, wurde bisher noch nicht untersucht. Auf jeden Fall können feinste Partikel beim Dampfen bis in die Lunge gelangen und sich dort festsetzen. Darüber hinaus entstehen beim Erhitzen des Liquids Stoffe, die als krebserregenden eingestuft sind, wie Formaldehyd und Acetaldehyd. Sie reizen auch die Schleimhäute. Gerade, wenn die Flüssigkeit stark erhitzt wird, werden große Mengen dieser Stoffe frei – sogar höhere Dosen als bei normalen Zigaretten.

Studien:

Wie funktioniert eine E-Zigarette?

Die Funktionsweise einer E-Zigarette ist schnell erklärt und läuft wie folgt ab:

  1. Darin werden aromatisierte Flüssigkeiten elektrisch verdampft. Die Geräte verfügen über einen Akku, ein elektrisches Heizelement – der sogenannte Vernebler – und eine Kartusche, wo die Flüssigkeit hineinkommt, die verdampft werden soll.
  2. Dies wird als Liquid Demzufolge entsteht hierbei kein Rauch, sondern ein Aerosol (Gemisch aus festen und flüssigen Schwebeteilchen), welches Sie einatmen.
  3. Es gibt eine große Auswahl an Liquids in allen Geschmacksrichtungen. Klassischer Tabak ist ebenso möglich wie Erdbeer- und Karamellaroma oder sogar Gummibärchengeschmack. Insgesamt werden über 8.000 Aromen verwendet, aber nur für wenige wurde die Wirkung auf den Menschen ausführlich getestet.

Setzt sich E-Zigaretten Dampf an Oberflächen ab?

Jeder Raucher oder ehemalige Raucher weiß, dass sich der Zigarettenqualm in jeder Ritze der Wohnung als bräunlich gelber Niederschlag absetzt. Selbst auf Büchern, Kleidung, Fernsehgeräten, Computerbildschirmen und Fensterscheiben bildet sich die unschöne Beschichtung, auch der Geruch bleibt sehr lange in Polstern, Vorhängen und anderen Textilien hängen.

Die Anzahl der Raucher, die sich – unter anderem deswegen – von der Zigarette trennen und auf die E-Zigarette umsteigen, steigt seit einigen Jahren kontinuierlich. Im Jahr 2010 waren es noch 0,3 Mio. Dampfer, im Jahr 2017 waren es bereits mehrere Millionen.

Allerdings müssen wir Sie leider enttäuschen, wenn Sie glauben, dass die gelblichen Niederschläge beim Dampfen der Vergangenheit angehören. Das ist nämlich nicht so, ganz im Gegenteil: Das Aerosol, das im Liquid für E-Zigaretten enthalten ist, bildet ebenfalls überall Niederschläge.

Es haftet zwar weniger an Kleidung und Textilien, dafür aber umso mehr als Schmierfilm auf glatten Flächen wie Scheiben und Monitoren. Staub und Dampf bilden schnell eine klebrige Masse.

Wie kommt es zu dem Schmierfilm beim Dampfen?

Schon immer wurde über den Schmierfilm geklagt, der hauptsächlich auf Autoscheiben durch das Dampfen entstand. Beim Aufkommen der E-Zigaretten beschränkte sich dieser Schmierfilm aber vornehmlich auf die Wintermonate und kam nur selten vor.

  • Mit der Zeit fanden immer leistungsstärkere Geräte ihren Weg auf den Markt und es wurde vermehrt Lungendampfen (direct to lung, kurz: DTL) praktiziert. Damit nahmen auch die Klagen über Schmierfilme durch E-Zigaretten zu.
  • Mittlerweile sind so gut wie alle Oberflächen in Räumen betroffen, in denen gedampft wird. Besonders gilt das für Fensterscheiben, Monitore, Möbel, elektrische Geräte und andere glatte Flächen.
  • Schuld darin sind die VG-haltigen (Glycerin)-Liquids sowie das große Dampfvolumen, das ausgeatmet wird. Glycerin ist generell etwas klebrig und auch in natürlichen Ölen und Fetten enthalten. Außerdem hat das Glycerin eine hygroskopische Wirkung. Das bedeutet, dass es Feuchtigkeit anzieht, was sich gerade auf der Autoscheibe dadurch äußert, dass sie schneller beschlägt.
  • Bei elektrischen Geräten wie Laptops und PCs ist das besonders gefährlich: Der Lüfter saugt den Dampf der E-Zigarette zusammen mit dem Staub an, wodurch sich auf Platinen und an Lüftern eine klebrige Masse bildet. Wenn Sie Dampfer sind und Ihren Computer reinigen, werden Sie feststellen, dass Sie ganze Knäuel an klebrigem Staub
  • Experten vom Fach, die die Folgen des Dampfens kennen, bestätigen auch, dass schon das eine oder andere elektrische Gerät kaputtging und dass ein Zusammenhang mit VG-haltigen Liquids vermutet wird. Sogar in geschlossenen Geräten und auf den Platinen können die Ablagerungen der Dämpfe zu finden sein. Für Mainboards kann das früher oder später das endgültige Aus bedeuten.

Helfen Luftreiniger gegen die Dämpfe?

Wenn Sie sich selbst und Ihre Mitmenschen vor den Substanzen im Dampf und Ihre Umgebung vor dem Schmierfilm bewahren möchten, sind Sie gut mit einem speziellen Luftreiniger für Dampfer beraten.

Mittlerweile gibt es Produkte auf dem Markt, die darauf spezialisiert sind, den Dampf der E-Zigaretten von Schadstoffen zu befreien. Oft wurden sie gerade für kleine Räume wie Autos oder kleine Bars entwickelt, weil dort gern gedampft wird. Wenn Sie einen solchen Luftreiniger einsetzen, müssen Sie nicht bei Regen und Kälte im Freien dampfen oder stundenlang das Fenster öffnen, weil die Schadstoffe und Gerüche auch so entfernt werden.

  • Für diesen Zweck saugt der Luftreiniger den unerwünschten Dampf an und gibt nur die gesäuberte Luft wieder ab.
  • Darüber hinaus wird nicht nur der Dampf aus der Luft gefiltert, es werden auch viele weitere störende Gerüche oder Aromen
  • Die Luftreiniger für Dampfer überzeugen in der Regel auch durch eine moderne und schicke Optik, sodass sie sich in jede Umgebung nahtlos einfügen.
  • Wichtig ist, dass Sie regelmäßig den Filter dieser Geräte wechseln. Meist ist das nach drei bis sechs Monaten notwendig. Wenn Sie selten dampfen, können Sie den Filter auch länger nutzen, während Viel-Dampfer häufiger den Filter tauschen müssen. Mitunter gehört ein Extra-Filter bereits zum Lieferumfang.

Bei der Nutzung einer E-Zigarette entstehen laut dem deutschen Krebsforschungszentrum zumeist Partikel mit einer Größe von 30, das entspricht 0,3 Mikrometern. Bei dieser Partikelgröße hilft ein Kombigerät, mit einem Hepa-Filter und einem Aktivkohlefilter, am besten weiter.

Praktische Funktionen

Neben der reinen Reinigungsleistung ist es zudem empfehlenswert auf ein paar hilfreiche Zusatzfunktionen zu achten, wie die folgenden:

  • Praktisch sind Luftreiniger für Dampfer, bei denen Sie aus mehreren Geschwindigkeitsstufen wählen können. Dann passen Sie die Leistung je nach Dampfmenge an.
  • Besonders empfehlenswert sind Luftreiniger mit einem automatischen Modus. Sie verfügen über einen Sensor, der die Konzentration an Dampf in der Raumluft erkennt und je nachdem, wie viel Dampf vorhanden ist, die erforderliche Stufe selber wählt. Bei solchen Geräten können Sie sich sicher sein, dass die Luft immer effektiv von dem Dampf befreit wird.
  • Wenn Sie den Luftreiniger auch im Schlafzimmer einsetzen möchten, sollten Sie ein Modell wählen, das sehr leise Am besten sind Geräte, die auch bei hohen Geschwindigkeiten unter 50 Dezibel liegen.
  • Viele Dampfer entscheiden sich für Luftreiniger, die nicht nur über den normalen Stromanschluss betrieben, sondern auch im Auto angeschlossen werden können. Dafür wird mitunter ein Adapter mitgeliefert, der einen Anschluss am Zigarettenanzünder ermöglicht.

Fazit

Grundsätzlich ist Dampfen unbedenklicher als das Rauchen echter Zigaretten. Wenn Sie vom Rauchen auf das Dampfen umsteigen und nikotinhaltige Liquids, welche süchtig machen können, vermeiden, ist zudem nach derzeitigem Stand der Wissenschaft das Krebsrisiko geringer als bei einem Tabakraucher.

E-Zigarette

Nichtsdestotrotz gibt es in Bezug auf das Dampfen ein paar Dinge, die Sie beachten sollten:

  • Um zu verhindern, dass sich die gesundheitsschädlichen Stoffe des Dampfs in der Wohnung festsetzen, sollten Sie eher draußen dampfen.
  • Falls Sie nicht darauf verzichten möchten, in den eigenen vier Wänden zu dampfen, ist ein Luftreiniger für elektronische Zigaretten eine gute Idee.
  • Meiden Sie beim Dampfen die direkte Nähe zu Ihren Mitmenschen und betrachten Sie die E-Zigarette nicht als Dauerlösung, sondern vielmehr als Sprungbrett zum Nichtraucher.